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Rotklee Extrakt 90 Kapseln VEGAN/VEGETARISCH

Art.Nr.: N10035
Gewicht: 0,05 kg
Hersteller: Vita World

€ 11,80

€ 21,85 pro 100 Gramm


inkl. 7 % MwSt.zzgl. Versandkosten

Rotklee (Trifolium pratense) findet vor allem bei Frauen großen Zuspruch durch seinen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Dabei hervorzuheben sind die Isoflavone (auch Isoflavonoide), von denen vier Verschiedene in einer einzigartigen Kombination enthalten sind.

  • vegetarisch (Allergikerinformationen finden Sie ganz unten)
  • 95%iger Rotklee Extrakt
  • enthält 40mg Isoflavone pro Kapsel
  • plus 4 Vitamine des B Komplex
  • Hochwertige Qualität (Deutsche Apotheker-Herstellung)

Täglich 1 Kapsel mit ausreichend Flüssigkeit verzehren.

Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzenextrakt und Vitaminen

Zutaten: 83 % Rotklee Blatt- und Blütenextrakt (Trifolium pratenese, enthält 8 % Isoflavone), Überzugsmittel: Hydroxypropylmethylcellulose (pflanzliche Kapselhülle), D-Calciumpantothenat, Cyanocobalamin, Pyridoxinhydrochlorid, D-Biotin

NÄHRSTOFFE PRO KAPSEL         

Rotklee-Extrakt 500 mg     

davon Isoflavone 40 mg     

Pantothensäure 3,9 mg      

Vitamin B 6 1,6 mg  

Biotin  50 µg 100

Vitamin B12 2 µg

90 Kapseln = 54,3 g

 

Wissenswertes zum Rotklee

Rotklee (Trifolium pratense) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae / Leguminosae) und wird auch Wiesen-Klee, Fleischklee, Hummelklee und Futterklee genannt. Für die krautige Pflanze werden in Mitteleuropa wiederum drei Unterarten unterschieden. Neben dem gewöhnlichen Wiesen-Klee (Trifolium pratense L. subsp. Pratense), kann der Küsten-Wiesen-Klee (Trifolium pratense subsp. Maritimum) und der Alpen-Wiesen-Klee (Trifolium pratense subsp. Nivale) gefunden werden.

Die wildwachsende Wiesenpflanze ist ein- bis zweijährig und zeichnet sich vor allem durch die kugelförmigen roten Blüten aus, welchen der Rotklee seinen Namen zu verdanken hat. Diese werden in vielblütigen, kugelig bis eiförmigen Blütenständen gebildet, welche einen Durchmesser von 2 bis 3 cm und eine Länge von 1 bis 2cm aufweisen. Dabei ist der Blütenstand oft von den obersten Stängelblättern umhüllt. Die zygomorphen, zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle und sind fünfzählig. Während der Blütezeit von April bis Oktober kann die Farbenpracht des Rotklees auf Feldern, Fettwiesen und Waldlichtungen bestaunt werden. Die Pflanze wächst zwar auch unter relativ ungünstigen Klimabedingungen (wird dann jedoch weniger kräftig) , verträgt allerdings keine konstante Beschattung. Zudem werden nährstoffreiche, frische Ton- und Lehmböden bevorzugt und ein gewisses Vorkommen an Kalk und Sulfat vorausgesetzt. Saure, schlecht entwässerte Böden werden vermieden. Rotklee wächst sowohl auf kollinen als auch auf alpinen Höhenstufen (Alpen-Wiesen-Klee bis 2600 m) und ist eine Klassencharakterart (nach Ellenberg) der Grünland-Gesellschaften (Molinio-Arrhenatheretea).

Besonders beeindruckend ist die Wuchshöhe, welche in einigen Fällen bis zu 80 cm erreichen kann. Durchschnittlich erreichen Rotkleepflanzen allerdings eine Höhe von 18cm. Dabei ist der aufsteigende und aufrechte Stängel kahl bis dicht angedrückt behaart. Die Laubblätter sind spiralig und wechselständig angeordnet und gliedern sich in die dreiteilig gefiederte (gefingerte) Blattspreite und den 1,8 bis 8.6 cm langen Blattstiel. Eine Breite von 8 bis 35mm und eine Länge von 18 bis 60 mm erreichen die beiderseits fein behaarten, eiförmigen Blättchen mit dem hellen Fleck in der Mitte.

Rotklee ist ein Indikator für eine gute Bodenqualität und Fruchtbarkeit. Die Pflanze besitzt die Fähigkeit in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und den Boden so mit dem wichtigen Nährstoff anzureichern.

Die tiefwurzelnde (Wurzeltiefe bis 2m) Schaftpflanze kann als Hemikryptophyt (die Überdauerungsknopsen liegen an der Erdoberfläche) beschrieben werden. Während die vegetative Vermehrung über unterirdische Ausläufer erfolgt, besitzen die  Blüten der nektarführenden Schmetterlingsblumen einen Klappmechanismus, der eine gezielte Bestäubung erlaubt. Diese beschränkt sich aufgrund des tiefliegenden Nektarreservoirs auf wenige Apidae-Arten. Vornehmlich „langrüsselige“ Hummeln kommen in den Genuss des Rotklee-Nektars und sorgen damit für eine sichere Bestäubung. Die Rüssellänge von Honigbienen ist zu kurz, sie sammeln lediglich Pollen, sorgen jedoch dennoch für eine gute Bestäubungsleistung. Wieder andere Arten haben ihre eigenen Tricks um an den süßen Nektar des Wiesen-Klees zu gelangen: Die Erdhummel (Bombus terrestris) beispielsweise, begeht Nektarraub, indem sie seitlich Löcher in die Nektarröhre beißt. Diese werden wiederum auch gerne von Honigbienen angeflogen. Da die Bestäubungsleistung von Hummeln im Allgemeinen am höchsten für den Rotklee ist, ist ein Rückgang der Populationen automatisch auch mit einer geringeren Samenausbeute verbunden, da eine Samenbildung über Selbstbestäubung ausgeschlossen ist. In mehreren Ländern konnte diese Entwicklung durch den Rückgang der Hummelpopulationen bereits mit immensem Ausmaß beobachtet werden. In einigen Ländern Nord- und Südamerikas (in denen der Wiesenklee nicht heimisch ist) übernehmen auch Vögel (z.B. Archilochus colubris) die Bestäubung.

Ebenfalls kann eine Zufallsverbreitung über Regenwürmer, Grasfresser und Ameisen erfolgen, welche die Kombination aus bewimpertem Kelchzipfel und  trockener Blütenkrone mit Flugorgan (Schirmchen- oder Flügelflieger) verteilen. Die Fruchtreife der ausdauernd krautigen Pflanze erfolgt von August bis Oktober, wobei die hartschaligen Samen mindestens 14 Jahre (bei sehr günstigen Bedingungen auch über 100 Jahre) keimfähig bleiben. Die Keimblätter des Rotklees legen sich nachts zusammen (führen also Tag- und Nachtbewegungen aus). Im dreistündigen Rhythmus fiedern die Laubblätter ebenfalls nachts (autonome Turgorbewegung). Wiesenklee ist überwinternd grün.

Wissenswertes zur Verwendung

Rotklee ist ein wahrer Alleskönner. Zum einen ist die Pflanze aufgrund der langen Liste an gesunden Inhaltsstoffen in der Naturheilkunde sehr beliebt, zum anderen erfüllt sie einen weit grundliegenderen Nutzen: Den als Futterpflanze für die Milchwirtschaft.  Aufgrund des hohen Gehaltes an Eiweiß wird der Wiesen-Klee in Deutschland schon seit dem 11 Jahrhundert zu diesem Zweck angebaut. Durch die Fähigkeit Luftstickstoff zu fixieren, wird die Pflanze auch als Bodenverbesserer gepflanzt. Als wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen, ist Rotklee während der Blütezeit auch für die Imkerei von großem Nutzen. Dafür werden jedoch meist Sorten herangezüchtet, die eine kürzere Kronenröhre aufweisen und somit auch für kurzrüsseligere Arten zugänglich werden. Selten wird im Handel reiner Kleehonig angeboten, da das Sammeln des stark zuckerhaltigen Nektars für die Bienen mit einem vergleichsmäßig hohen Aufwand verbunden ist. Deshalb wird dieser meist mit anderen Honigsorten gemischt.

Im Volksmund werden die Blätter des Rotklees als Glücksbringer geehrt. Vor allem der Fund von seltenen vierblättrigen Mutationen sorgt meist für sehr viel Freude, da diese ganz besonders gerne als Talisman verwendet werden.

Wissenswertes zu den Inhaltsstoffen

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Rotklees gehören Rhodanid (bzw. Thiocyanate), cyanogene Glykoside und Phytoöstrogene (Isoflavone wie Pratensein, Biochanin A, Daidzein, Genistein  und Formononetin). Die Phytoöstrogene sind dem menschlichen Östrogen strukturell gesehen sehr ähnlich. Der hohe Anteil an Proteinen macht die Pflanze in der Landwirtschaft sehr beliebt als Futterpflanze, die Muskelaufbau und Vitalität der Nutztiere steigern kann. Allerdings können durch das Verfüttern der Pflanze (in seltenen Fällen) auch veterinärtoxikologische Nebenwirkungen auftreten. Diese haben verschiedene Ursachen und hängen stark mit Fütterungsmenge, Jahreszeit und Witterung (aufgrund von Veränderungen des Sekundärstoffwechsels) zusammen. Vergiftungen können sowohl von löslichen Proteinen herrühren, die für eine schaumige Gärung im Pansen sorgen, als auch von der (über die cyanogenen Glykoside freigesetzten) Blausäure, welche die Atmungskette der Mitochondrien blockiert. Zudem kann es von den Phytoöstrogenen ausgehend zu Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten kommen und zu einer Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Blut durch die Umsetzung von Nitrat zu Nitrit (welches wiederum Hämoglobin zu Methämoglobin oxidiert). Als letzte mögliche Nebenwirkung für die Milchkühe kann eine Photosensibilisierung auftreten, die durch den Farbstoff Rhodanid ausgelöst wird.

Ebenfalls zählen Proteaseinhibitoren, Magnesium, Salicin, Cumarine, Kalium, Calcium, Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B1 (Thiamin) und Vitamin C zu den Inhaltsstoffen des Rotklees. Der Anteil der wichtigen Spurenelemente, Vitamine und Gerbstoffe ist sehr stark an den Ort und die Zeit der Ernte (zwischen März und September möglich) gebunden. Je nach Qualität variieren auch die auf dem Markt gehandelten Preise.

Zusammenfassung:

Rotklee (Trifolium pratense) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae / Leguminosae) und wird auch Wiesen-Klee, Fleischklee, Hummelklee und Futterklee genannt. Dabei werden in Mitteleuropa wiederum drei Unterarten unterschieden. Die ein- bis zweijährige,  wildwachsende Wiesenpflanze zeichnet sich vor allem durch die kugelförmigen roten Blüten aus, welche dem Rotklee seinen Namen gegeben haben dürften. Diese zeigen sich während der Blütezeit von April bis Oktober. Rotklee ist ein Indikator für eine gute Bodenqualität und Fruchtbarkeit. Die Pflanze besitzt die Fähigkeit in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und den Boden so mit dem wichtigen Nährstoff anzureichern. Deshalb wird Rotklee auch zur Bodenverbesserung angepflanzt. Die Pflanze enthält zudem viele Proteine und wird deshalb gerne als Futterpflanze in der Viehwirtschaft genutzt. Aufgrund der vielen nützlichen Inhaltstoffe im Rotklee (besonders der Isoflavone) , ist die Verwendung in der Naturheilkunde seit einiger Zeit sehr beliebt.